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Villaz

Villaz vereint Villaz-Saint-Pierre, Lussy, Villarimboud, Fuyens und Macconnens. Geschichte, Kirchen, Bahnanschluss und heutige Schulstandorte.

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Blick von Fuyens auf Villaz-Saint-Pierre
Villaz-Saint-Pierre, von Fuyens aus gesehen. Aufnahme vom 6. Juli 2014 gemäss Beschreibung und Kameradaten; der Dateiname nennt abweichend 2012. Foto: Vorlet · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Villaz vereint fünf Dörfer an Glâne und Arbogne. Villaz-Saint-Pierre ist durch den Bahnhof und die Kirche Saints-Pierre-et-Paul erkennbar, Lussy durch seinen alten Strassendorfkern und Villarimboud durch die Kirche Saint-Théodule. Fuyens und Macconnens ergänzen die ländliche Siedlungslandschaft.

Die heutige französischsprachige Gemeinde im Bezirk Glâne des Kantons Freiburg entstand am 1. Januar 2020 durch die Fusion von Villaz-Saint-Pierre und La Folliaz. Die Namen der früheren Gemeinden und Ortsteile bleiben im Alltag, in Haltestellenbezeichnungen und in den Schulunterlagen erhalten.

Villaz auf einen Blick

Kanton und BezirkFreiburg (FR), Glâne
BFS-Nr.2117
Bevölkerung2’421 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik
SpracheFranzösisch
ErstnennungGemeinde seit 2020; Villaz-Saint-Pierre 1177 als Villa belegt
VerwaltungRoute de la Gare 14, 1690 Villaz-Saint-Pierre
WebsiteOffizielle Gemeindewebsite

Wie aus mehreren Gemeinden Villaz wurde

Der Zusammenschluss von 2020 war das letzte Glied einer längeren Folge. Macconnens kam 1973 zu Villarimboud, Fuyens 1978 zu Villaz-Saint-Pierre. Im Jahr 2005 schlossen sich Lussy und Villarimboud zu La Folliaz zusammen. La Folliaz und Villaz-Saint-Pierre bildeten schliesslich Villaz.

Diese Abfolge erklärt, warum ältere Quellen für denselben Ort verschiedene Gemeinden nennen. Eine Angabe wie «Macconnens, La Folliaz» bezeichnet einen früheren Verwaltungsstand. Heute gehören alle fünf Dörfer zur Gemeinde mit der BFS-Nummer 2117. Die Verwaltung befindet sich an der Route de la Gare 14 in Villaz-Saint-Pierre.

Villaz-Saint-Pierre: Alte Siedlung und heutiger Bahnhofsort

1177 wird Villaz-Saint-Pierre als Villa erwähnt. Römische Überreste und ein frühmittelalterlicher Friedhof weisen auf ältere Besiedlung hin. Der Friedhof wurde über lange Zeit weiter genutzt. Villaz-Saint-Pierre liegt am linken Ufer der Glâne; Fuyens befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite.

Die Kirche Saints-Pierre-et-Paul wurde 1843 gebaut und 1943–1949 restauriert. Sie ersetzte eine ältere, seit dem 12. Jahrhundert bezeugte Kirche mit dem Patrozinium Saint-Paul. Die Geschichte der Ortskirche reicht daher erheblich weiter zurück als der heutige Bau.

Mit der Eisenbahnstrecke Lausanne–Freiburg erhielt Villaz-Saint-Pierre einen Anschluss an die überregionalen Verkehrswege. Der Bahnhof ist weiterhin ein Umsteigepunkt im regionalen Busnetz. Wohngebiete, Gewerbe und landwirtschaftliche Flächen liegen hier nah beieinander; die heutige Gemeinde umfasst also sowohl einen Bahnort als auch kleinere ländliche Dörfer.

Lussy: Strassendorf, Kapelle und römische Funde

Lussy ist im 12. Jahrhundert als Lussiei überliefert. Die Klosterwirtschaft von Hauterive besass hier zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert eine Grangie, also einen landwirtschaftlichen Wirtschaftshof. Der alte Dorfkern entwickelte sich als Strassendorf.

Aus einer römischen Villa stammt eine Bronzefigur der Minerva. Im Gebiet Fin Illaz wurden zudem etwa hundert frühmittelalterliche Gräber entdeckt. Diese Funde stehen für verschiedene Epochen der Besiedlung. Sie sind keine Zusage, dass vor Ort ein frei zugänglicher archäologischer Ausstellungsplatz besteht.

Die Kapelle Saint-Jean-Baptiste wurde 1649 errichtet, 1784 umgebaut und 1925 restauriert. Sie ist ein eigener kirchlicher Bezugspunkt des Dorfes. Der Unterricht der jüngsten Schulkinder findet auch heute in Lussy statt.

Arbogne-Teich bei Lussy
Der Arbogne-Teich bei Lussy am 2. September 2022. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Zum Landschaftsbild gehört die Arbogne. Das Foto zeigt einen Teichbereich mit Ufervegetation bei Lussy. Solche Gewässer sind Teil des örtlichen Naturraums; das Bild bezeichnet weder ein ausgewiesenes Strandbad noch einen offiziell beworbenen Badeplatz.

Villarimboud und Saint-Théodule

1142 ist Villarimboud als Vilarrimolth belegt. Eine Marienkapelle wurde 1145 genannt, eine Kapelle Saint-Théodule 1337. Die heutige Kirche Saint-Théodule entstand 1841–1844; 1844 wurde eine eigene Pfarrei geschaffen. Macconnens schloss sich dieser kirchlichen Verbindung im folgenden Jahr an.

Dorfkern von Villarimboud
Villarimboud am 10. August 2013. Foto: Christophe95 · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Die Geschichte des Dorfes ist auch von Einschnitten geprägt. 1448 brannten Freiburger Truppen den Ort nieder. Seit 1768 bestand eine Schule. Während des Zweiten Weltkriegs wurde von 1939 bis 1945 Torf gewonnen. Diese verschiedenen Kapitel ergänzen die sichtbare Kirchen- und Landwirtschaftsgeschichte.

Heute bleiben örtliche Vereine Teil des Dorflebens. Die Schulunterlagen 2026/2027 führen unter anderem die Société de Musique de Villarimboud und die örtliche Jugendgesellschaft auf. Gemeinsam mit den Angeboten in Lussy und Villaz-Saint-Pierre geben sie der Fusionsgemeinde mehrere soziale Mittelpunkte.

Fuyens und Macconnens

Fuyens wird im 12. Jahrhundert als Fuiens erwähnt. Im Ancien Régime bildete es eine kleine Herrschaft der Familie de Boccard. Auch Hauterive und La Fille-Dieu besassen hier Güter oder Rechte. Kirchlich waren die Einwohner mit Villaz-Saint-Pierre verbunden. Der politische Anschluss von 1978 ging der heutigen Gemeinde um mehr als vierzig Jahre voraus.

Macconnens, 1320 als Masconens belegt, liegt am linken Ufer der Glâne. Die kleine Herrschaft wechselte unter anderem zwischen den Familien de Billens, Brayer und von Amman. 1840 verkaufte die Familie von Amman ihre Herrschaftsrechte an den Staat Freiburg. Eine Mühle ist bereits 1335 erwähnt.

Das HLS beschreibt Viehzucht, Milchproduktion und Sandsteinabbau als wichtige Bestandteile der neueren Ortsgeschichte. Seine Angaben stammen aus einem älteren Artikel und dienen hier der historischen Einordnung. Für aktuelle Betriebe und Zugangsmöglichkeiten zu Abbaustellen ist eine gesonderte Auskunft erforderlich.

Schulstandorte Lussy und Villaz-Saint-Pierre

Das kommunale Schulbulletin 2026/2027 unterscheidet zwei Standorte. Die beiden 1H/2H-Klassen sind in Lussy. In Villaz-Saint-Pierre befinden sich die 3H und 4H in der École des filles, die Klassen 5H bis 8H im Petit Clos. Die École des garçons enthält Räume für gestalterischen Unterricht.

Schulbusse verbinden die beteiligten Dörfer. Im aktuellen Bulletin sind unter anderem Fuyens, Villarimboud und Lussy als Einstiegsorte genannt. Die dort veröffentlichten Zeiten gelten für die Schülertransporte des betreffenden Schuljahrs und ersetzen keinen öffentlichen Fahrplan.

Die ausserschulische Betreuung L’Attrape richtet sich an Kinder von 1H bis 8H. Im Schuljahr 2026/2027 reichen die Module von 6.30 bis 18.30 Uhr. Die Alternanzbetreuung am Vormittag ist dabei nur am Dienstag ausgewiesen; die Zeitspanne bedeutet daher keine durchgehende Betreuung an jedem Wochentag. Zusätzlich veröffentlicht die Gemeinde thematische Mittwochsateliers mit eigener Anmeldung.

Bahn, PostAuto und TPF

Der Bahnhof Villaz-Saint-Pierre liegt an der Bahnstrecke Lausanne–Freiburg. Der aktuelle PostAuto-Netzplan zeigt die Linie 460 Romont–Villaz-Saint-Pierre–Sédeilles–Avry Centre. Sie bedient neben dem Bahnhof auch Villaz-St-Pierre, village und Villarimboud, village.

Die TPF-Linie 470 bedient unter anderem Lussy FR, Le Quartz und Les Epenettes. Die Linie 471 führt über Fuyens, laiterie Richtung Massonnens und Bulle. Für eine Anfahrt ist deshalb der konkrete Ortsteil wichtiger als der gemeinsame Gemeindename.

Die Buslinien verbinden Villaz mit Romont, Massonnens und der weiteren Freiburger Umgebung. Wer Kirchen, alte Dorfkerne und Landschaft miteinander verbinden möchte, kann die Besuche nach den Bahn- und Busanschlüssen ordnen. Aktuelle Abfahrten und mögliche Fahrplanänderungen stehen bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Route de la Gare 14, 1690 Villaz-Saint-Pierre.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen.

Quellen und Datenstand

Recherche: 2. Oktober 2026. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26. August 2026. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.