Regionen

Villars-sur-Marly

Villars-sur-Marly: Landsitze der Familie de Weck, klassizistisches Herrenhaus und Kapelle in der heutigen Gemeinde Pierrafortscha.

Aktualisiert am

Südfassade des Landhauses Rodolphe de Weck
Das Landhaus Rodolphe de Weck in Villars-sur-Marly am 23. November 2020. Foto: Martin Thurnherr · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Villars-sur-Marly ist ein kleiner Ort mit zwei markanten Landsitzen in der Gemeinde Pierrafortscha. Besonders das Landhaus Rodolphe de Weck mit seiner symmetrischen Fassade hebt sich in der offenen Landschaft ab. Der Ort ist von der eigenständigen Nachbargemeinde Villarsel-sur-Marly zu unterscheiden.

Steckbrief

OrtVillars-sur-Marly
Heutige GemeindePierrafortscha
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Sarine
OrtsspracheFranzösisch

En-Haut und En-Bas

Das obere Gut geht auf ein vermutlich von der Familie Brunisholz im 17. Jahrhundert errichtetes Herrenhaus zurück. 1784 kam es an die Familie de Weck. Im 19. Jahrhundert wurden die beiden Güter von den Brüdern Albert und Rodolphe de Weck geprägt.

Rodolphe, der in Freiburg auch Schultheiss war, liess das untere Haus in den 1840er-Jahren im neopalladianischen Stil bauen. Die klare Symmetrie und der Dreiecksgiebel verweisen auf diese an Palladio orientierte Architektursprache. Ein Seitenflügel kam 1862 hinzu.

Das Kulturgüterschutzinventar unterscheidet die Adressen: Das obere Manoir Brunisholz, später de Weck, liegt an der Route de Villars-sur-Marly 45, das untere Haus de Weck an Nummer 46. Das Titelbild zeigt das untere Haus im Jahr 2020.

Kapelle und historische Gärten

Die Kapelle Notre-Dame-de-l’Assomption steht an der Route de Villars-sur-Marly 50. Sie gehört wie die Wohnhäuser zu den geschützten Bauten des Orts. Ihr freistehender Baukörper und der kleine Dachreiter sind auf der Aufnahme von 2020 gut zu erkennen.

Zum Ortsbild gehören auch Gärten, Baumgruppen und landwirtschaftliche Flächen. Das ISOS beschreibt die bis in die 1930er-Jahre weiterentwickelten Gartenanlagen als Teil der historischen Güterlandschaft. Die Anlagen sind privat; eine Inventarisierung ist keine Zusage für öffentliche Garten- oder Hausbesichtigungen.

Kapelle von Villars-sur-Marly
Die Kapelle Notre-Dame-de-l’Assomption in Villars-sur-Marly am 23. November 2020. Foto: Martin Thurnherr · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Ein Ort auf dem Plateau über der Gérine

Villars-sur-Marly liegt auf dem Plateau oberhalb der Gérine, auf Deutsch Ärgera. Der ISOS-Perimeter reicht über den engeren Ort hinaus und bezieht unter anderem Pfaffenwil sowie Flächen in Nachbargemeinden ein. Der eigentliche Ort Villars-sur-Marly gehört seit 1832 zu Pierrafortscha.

Ein redaktioneller Vorschlag ist ein Spaziergang auf den öffentlichen Verbindungen zwischen den Weilern der Gemeinde. Die Gemeinde stellt die Landschaft mit ihren alten Eichen und Hofgruppen vor und nennt Parkmöglichkeiten bei Maison Rouge und der Pépinière. Für ein bestimmtes Ziel ist dessen genaue Adresse hilfreich.

Schule und kommunale Dienste

Für Einwohnerangelegenheiten ist Pierrafortscha zuständig. Die französischsprachigen Kinder gehören zum Schulkreis mit Marly und Villarsel-sur-Marly, die deutschsprachigen zur ERAF. Die Gemeinde organisiert beziehungsweise koordiniert die Schülertransporte zu diesen Schulorten.

Die ähnlich lautenden Namen Villars-sur-Marly und Villarsel-sur-Marly sollten deshalb auch bei Schul- und Verwaltungsfragen vollständig ausgeschrieben werden.

Karte

© OpenStreetMap-Mitwirkende · Karte vergrössern

Weitere Orte und Hintergründe: Pierrafortscha · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.