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Villaz-Saint-Pierre

Villaz-Saint-Pierre: Kirche mit Callinet-Orgel, Bahnhof im Glânetal, ländlicher Dorfkern und heutiger Verwaltungs- und Schulstandort von Villaz.

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Blick von Fuyens auf Villaz-Saint-Pierre
Villaz-Saint-Pierre, von Fuyens aus gesehen. Aufnahme vom 6. Juli 2014 gemäss Beschreibung und Kameradaten; der Dateiname nennt abweichend 2012. Foto: Vorlet · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Über dem Glânetal steht die Kirche von Villaz-Saint-Pierre, während Bahnhof und Gewerbebauten die tiefer gelegenen Flächen nutzen. Der Ort verbindet so einen älteren Dorfkern mit einem wichtigen Verkehrs- und Alltagsstandort. Seit 2020 ist er Teil der Gemeinde Villaz.

Steckbrief

OrtVillaz-Saint-Pierre
Heutige GemeindeVillaz
Kanton und BezirkFreiburg · District de la Glâne
OrtsspracheFranzösisch

Saint-Pierre-et-Paul und die Orgel von Callinet

Nach älteren Kirchenbauten und einem schweren Blitzschaden von 1775 begann 1839 der Bau der heutigen Kirche. Sie wurde 1843 den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.

Aus demselben Jahr stammt die Orgel der Brüder Callinet aus Rouffach im Elsass. Die Pfarrei beschreibt sie als geschütztes Instrument von hoher Qualität. Weitere Ausstattungsstücke sind Glasfenster von Friedrich Berbig aus dem Jahr 1879 und ein Hauptaltarbild von Jérémie Falquet, das 1935 aufgestellt wurde.

Bei der Erneuerung von 1989 schuf Denis Guelpa unter anderem Altar und Ambo aus Stein von La Molière. Die Kirche vereint damit den Bau des 19. Jahrhunderts und spätere künstlerische Eingriffe.

Turm der Kirche Saint-Pierre-et-Paul in Villaz-Saint-Pierre
Turm der Kirche Saint-Pierre-et-Paul in Villaz-Saint-Pierre am 7. Mai 2013. Foto: Dietrich Michael Weidmann · CC BY-SA 3.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Häuserreihen und frühere Mühle

Das Bauernhausinventar beschreibt Villaz-Saint-Pierre als verzweigtes Strassendorf auf einer Anhöhe an der Nordseite des Glânetals. Häuser- und Hofreihen ziehen sich unter anderem durch La Sauge und Le Ferrage; Le Biolex bildet eine eigene kleine Gruppe auf einem Geländevorsprung.

Zu den dokumentierten Bauten gehört ein grosses Bauernhaus von 1814 mit gleichzeitig entstandenen Holz- und Steinfassaden. Die Untersuchung erfasst auch eine später erweiterte Mühle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und das Schulhaus von 1883. Die Beschreibungen geben den Forschungsstand der 1980er-Jahre wieder.

Bahnhof und Busanschlüsse

Villaz-Saint-Pierre liegt an der Bahnstrecke zwischen Freiburg und Lausanne. Der Bahnhof bildet zugleich einen Anschluss an den regionalen Busverkehr.

Die TPF-Linie 470 verbindet den Bahnhof mit Romont sowie über Orsonnens und Farvagny mit Freiburg. Für die weiter südlich gelegenen Ortsteile Le Biolex und Le Vivier nennt der Fahrplan Halte der Linie 471. Welche Haltestelle passt, hängt vom Ziel innerhalb des langgezogenen Siedlungsgebiets ab.

Villa, Fuyens und die neue Gemeinde

1177 ist der Name Villa belegt. Reste einer römischen Villa und frühmittelalterliche Gräber weisen auf eine ältere Siedlungsgeschichte hin. Die Pfarrei umfasste lange auch benachbarte Orte wie Lussy, Fuyens und Les Glânes.

1978 wurde Fuyens mit Villaz-Saint-Pierre vereinigt. Am 1. Januar 2020 schlossen sich Villaz-Saint-Pierre und La Folliaz zur heutigen politischen Gemeinde Villaz zusammen. Die kirchliche Fusion zur Pfarrei Villaz war bereits 2005 erfolgt und ist davon zu unterscheiden.

Verwaltung und Primarschule

Die Gemeindeverwaltung Villaz befindet sich an der Route de la Gare 14. Die Primarschule verteilt sich im Schuljahr 2026/27 auf Lussy und Villaz-Saint-Pierre: In Lussy liegen die Klassen 1H–2H, in Villaz-Saint-Pierre die weiteren Primarklassen.

Das Schulheft nennt die Gebäude École des filles, Petit Clos und École des garçons mit unterschiedlichen Unterrichtsfunktionen. Die schulergänzende Betreuung L’Attrape steht Kindern des Schulkreises von 1H bis 8H während der Schulzeit offen.

Karte

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Weitere Orte und Hintergründe: Villaz · Kanton Freiburg.

Quellen und Prüfstand

Inhalt geprüft am 2026-10-02. Bildnachweise stehen bei den Fotos.