Wil
Wil AG im Mettauertal: Wendelinskapelle, Weinbau, Trotte und alte Grenzgeschichte; seit 2010 Teil von Mettauertal.
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In diesem Artikel
Wil AG ist ein Dorf im Mettauertal, das seit 2010 zur gleichnamigen Gemeinde gehört. Die Wendelinskapelle, die Trotte und die Rebhänge geben dem Ort ein eigenes Profil. Historische Grenzsteine erinnern daran, dass hier unterschiedliche Herrschaftsgebiete aneinanderstiessen.
Wil auf einen Blick
| Kanton / Bezirk | Aargau / Laufenburg |
|---|---|
| Heutige Gemeinde | Mettauertal |
| Status | Ortschaft / Gemeindeteil; keine eigene politische Gemeinde |
| Zugehörigkeit | Seit 2010 Teil von Mettauertal |
| Sehenswert | Wendelinskapelle und Dorfkern |
| Landschaft | Reblagen Berg, Rain und Länggen |
Ein Dorf an alten Grenzen
Das HLS führt um 1318 die Namensform «Wile» an. Wil gehörte zum säckingischen Dinghof Mettau und unterstand landesherrlich der österreichischen Herrschaft Laufenburg. 1803 löste es sich nach dem Anschluss des Fricktals an den Aargau politisch von Mettau.
Die Gemeindeseite beschreibt den Langen Markstein, auch Dreiländerstein genannt. Er erinnert an die Grenze zwischen österreichischem Gebiet, der eidgenössischen Grafschaft Baden und dem bernischen Aargau. Der dreikantige Stein ist stark verwittert; seine Bedeutung ergibt sich aus dem historischen Zusammenhang und nicht aus leicht lesbaren heutigen Inschriften.
Die Wendelinskapelle
Eine Bauinschrift datiert die Kapelle auf 1697. Im Inneren befindet sich eine Pietà, die nach dem HLS aus dem 15. Jahrhundert stammt und damit älter als der heutige Bau ist. Das Patrozinium des Bauernheiligen Wendelin passt zur landwirtschaftlichen Geschichte des Dorfes.

Die Kapelle ist ein sichtbarer Mittelpunkt im Dorfkern. Die Aufnahme von 2018 zeigt ihren Dachreiter und die Einbindung zwischen den benachbarten Häusern. Sie ist ein kirchliches Gebäude und kein eigens für den Tourismus geschaffenes Ausstellungsobjekt.
Reben und Trotte
Die drei Reblagen Berg, Rain und Länggen werden in der amtlichen Ortsdarstellung als örtliche Weinbaustandorte genannt. Die Weinbau-Genossenschaft keltert in der Wiler Trotte. Landwirtschaft, insbesondere Graswirtschaft und Weinbau, war lange die wirtschaftliche Grundlage; textile Heimarbeit ergänzte sie.
Oberhalb der Egg liegt der Kohlplatz Egghalde in einer früheren Mergelgrube. Dort wurde 2004 und 2014 das traditionelle Kohlebrennen gezeigt. Diese historischen Veranstaltungen werden hier nicht als heute ständig verfügbares Besucherangebot ausgegeben.
Wil und seine kleineren Siedlungen
Neben dem Hauptdorf nennt die Gemeinde Ödenholz sowie Ranspel, Egg und Laubberg. Der Ortszusammenhang reicht damit über die Häuser der Mitteldorfstrasse hinaus. Wil ist neben Etzgen ein Standort der gemeinsamen Schule Mettauertal mit Kindergarten und Primarschule; die Oberstufe ist regional organisiert.
2010 schloss sich Wil mit den übrigen vier ehemaligen Gemeinden zu Mettauertal zusammen. Der Gemeindeartikel beschreibt diesen gemeinsamen Rahmen. Das Kürzel AG im Ortsnamen unterscheidet Wil im Fricktal von den gleichnamigen Orten anderer Kantone.
Quellen und Orientierung
Weitere Ortsartikel finden sich in der Aargau-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
Redaktionell geprüft am 2. Oktober 2026. Keine eigene politische Gemeinde; Gemeindezugehörigkeit im Steckbrief. Für diese Ortschaft wird keine ungeprüfte eigene Bevölkerungszahl angegeben. Die Aufnahmejahre der Fotos stehen jeweils beim Bild.