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Remaufens

Remaufens: Dorfkirche Saint-Maurice, Geschichte der Selbstständigkeit, Vereine am Tatrel, Bahnanschluss und Schule im Kreis Basse-Veveyse.

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Broye-Brücke am Chemin de Maracon
Die Broye-Brücke am Chemin de Maracon zwischen Remaufens FR und Maracon VD am 23. September 2022. Foto: Jag9889 · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Remaufens verbindet ein Dorf auf einer Anhöhe mit der Bahnstrecke zwischen Palézieux und Châtel-Saint-Denis. Die Kirche Saint-Maurice erzählt von der Entstehung einer eigenen Pfarrei. Am Tatrel und in den Dorfvereinen liegt ein anderer Teil der örtlichen Identität: Sport, Musik und gemeinsam gestaltete Begegnungsorte.

Die französischsprachige Gemeinde gehört zum Bezirk Veveyse im Kanton Freiburg. Politisch wurde sie 1806 von Châtel-Saint-Denis unabhängig. Heute arbeitet sie bei Schule und Betreuung mit Attalens und Granges (Veveyse) zusammen.

Remaufens auf einen Blick

Kanton und BezirkFreiburg (FR), Veveyse
BFS-Nr.2333
Bevölkerung1’462 am 31. Dezember 2025; zivilrechtliche Bevölkerung gemäss kantonaler Statistik
SpracheFranzösisch
ErstnennungUm 1000 als Romulfens
VerwaltungRoute Villageoise 53, 1617 Remaufens
WebsiteOffizielle Gemeindewebsite

Eine Anhöhe zwischen Bahn und Broye

Remaufens liegt oberhalb der Verbindung Châtel-Saint-Denis–Palézieux. Wiesen, Höfe und Waldränder umgeben den Dorfbereich. An der Grenze zum waadtländischen Maracon quert der Chemin de Maracon die Broye. Die Brücke auf dem Titelbild zeigt diesen Übergang zwischen den beiden Kantonen.

Die Flurnamen Montélly und Les Osses sind auch archäologisch bekannt. Dort wurden Plattengräber entdeckt, die im HLS vorsichtig als möglicherweise merowingisch eingeordnet werden. Die Funde weisen auf eine frühe Besiedlung hin; die erste schriftliche Nennung des Ortsnamens stammt aus der Zeit um 1000: Romulfens.

Vom Quartier zur selbstständigen Gemeinde

Im Mittelalter gehörte Remaufens zur Herrschaft Fruence. Diese kam 1296 an Savoyen. Später bildete Remaufens eines der Quartiere von Châtel-Saint-Denis. Mit der Freiburger Herrschaft ab 1536 änderte sich die politische Zugehörigkeit, zunächst noch nicht die örtliche Abhängigkeit.

Erst 1806 wurde Remaufens eine eigenständige politische Gemeinde. Seit 1848 gehört es zum Bezirk Veveyse. Die spätere Gründung der eigenen Pfarrei war ein zweiter Schritt: Vorher gehörten die Bewohner kirchlich zu Attalens.

Saint-Maurice und die Erinnerung an die alte Kapelle

Die Gemeindegeschichte der Pfarrei beschreibt die Vorbereitungen ab 1832 und die formelle Errichtung am 27. März 1835. Die heutige Kirche Saint-Maurice entstand 1841–1843 auf neuem Baugrund und wurde am 24. September 1843 geweiht.

Die ältere, seit 1416 belegte Kapelle stand an einem anderen Ort im alten Dorf. Sie bestand zunächst weiter und wurde nach einem Brand 1975 abgebrochen. Einzelne Glasfragmente aus der Kapelle wurden in neue Fenster eingefügt; auch eine alte Glocke blieb erhalten. Die heutige Kirche und die frühere Kapelle sind deshalb keine zwei Bauphasen desselben Gebäudes.

Eine lokale Wallfahrtstradition führt nach Notre-Dame des Marches bei Broc. Die Gemeinde verbindet ihren Beginn mit einem Brand im Jahr 1910. Für heutige kirchliche Anlässe ist die Pfarrei beziehungsweise die zuständige Seelsorgeeinheit massgebend.

La Boule, Saint-Bernard und die Dorfgestaltung

Die Union des sociétés locales stellt die örtlichen Vereine vor. Der Ski-Club Saint-Bernard besteht seit 1954. Er erwarb 1972 die damalige Gemeindealp Châh in Rathvel und bietet Nachwuchsaktivitäten im Ski- und Snowboardsport an. Das Vereinschalet liegt im Berggebiet Rathvel, ausserhalb des Dorfes Remaufens.

Der Pétanqueverein La Boule, gegründet 1993, nutzt ein Boulodrome beim Tatrel. Die Harmonie L’UniSon verbindet Remaufens musikalisch mit Châtel-Saint-Denis. Die Jugendgesellschaft besteht seit 1968 und führt unter anderem die Tradition des Singens zum 1. Mai weiter.

Die Groupe d’Animation Villageoise entstand 1994 im Zusammenhang mit einem Spielplatzprojekt am Montilier. Heute beschreibt die Gemeinde gemeinschaftliche Aktionen mit Kunst, Blumenschmuck und Adventsgestaltung. Diese Beiträge erklären, wie öffentliche Orte im Dorf neben den kommunalen Einrichtungen belebt werden.

Die ersten Schuljahre im Dorf, die letzten in Attalens

Remaufens gehört zur Schule Le Petit Prince im Schulkreis Basse-Veveyse. Das Bulletin 2026/27 weist die Stufen 1H bis 6H den Gebäuden Le Soleil und La Planète in Remaufens zu. Die Klassen 7H und 8H besuchen den Unterricht in Attalens. Die Schuladresse im Dorf lautet Route Villageoise 33.

Die schulergänzende Betreuung nutzt La Comète an der Route Villageoise 53, im Verwaltungsgebäude. Weitere Standorte liegen in Attalens. Die gemeinsame Struktur arbeitet mit Modulen von grundsätzlich 7 bis 18.30 Uhr; mittwochs endet das Angebot um 17.30 Uhr. Für Ferien werden bestimmte Wochen separat ausgeschrieben.

Die Kulturseite der Gemeinde verweist auf die regionalen Angebote in Châtel-Saint-Denis, darunter die Bibliothek am Chemin des Crêts 11. Sie liegt somit im Nachbarort und ergänzt die Einrichtungen von Remaufens.

Bahnhalt und Buslinie 491

Bahnhof und Nebengebäude in Remaufens 1980
Historische Aufnahme des Bahnhofs Remaufens aus dem Jahr 1980. Foto: Hans-Rudolf Berner / SBB Historic · CC BY-SA 4.0. Für schweiz.wiki verkleinert und komprimiert.

Die historische Aufnahme zeigt den Bahnhof 1980. Der aktuelle Netzplan führt Remaufens weiterhin an den Bahnlinien S50 und S51. Die Strecke verbindet den Ort mit Palézieux und in der Gegenrichtung mit Châtel-Saint-Denis und Bulle.

Die Buslinie 491 verbindet Palézieux, Remaufens und Châtel-Saint-Denis. Die Verkehrsseite der Gemeinde und TPF liefern die Verbindungen für den Reisetag. Die Gemeindeverwaltung befindet sich an der Route Villageoise 53; diese Adresse ist auf der Karte markiert.

Die Karte markiert die Gemeindeverwaltung an der Route Villageoise 53, 1617 Remaufens.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende. Grössere Karte öffnen.

Quellen und Datenstand

Recherche: 2. Oktober 2026. Bevölkerung: zivilrechtlicher Bestand am 31. Dezember 2025, kantonale Publikation vom 26. August 2026. Schul-, Besuchs- und Verkehrsangaben bei den zuständigen Stellen geprüft.